Hallo zusammen,
ich möchte/ muss im Rahmen meines Studiums eine Auswertung über die zeitliche Belastung der Studenten während des Studiums machen. Jeder mit dem ich mich über das Thema unterhalten habe hat mir gesagt, das geht nur mit Access und ich dachte anfangs ich bekomme es mit Excel hin.. :)
Da ich mich mit Access nicht sonderlich auskenne, noch nicht! Habe ich mir das Buch "Keine Angst vor Microsoft Access" von Andreas Stern bestellt und bin momentan dabei es durch zu arbeiten... Leider steht dort meines erachtens nach nichts über grafische Auswertung drin..
Ich schildere jetzt mal was überhaupt gemacht werden soll und dann würde ich gerne eure Meinung dazu wissen, evtl verbesserungen oder auch das geht so nicht.
Es gibt bisher schon ein paar Studien zu dem Thema, die wohl bekannteste heißt ZEITLast..
Vorab: Es werden Leistungspunkte für die Studienfächer eines jeweiligen Semesters vergeben, anhand dieser wird eine ca zeitliche Belastung der Studenten errechnet. Meinetwegen 28Vorlesungen pro Woche und 12 Stunden Selbststudium. Bedeutet ein Student müsste ca 40 Stunden die Woche für das Studium aufbringen. Studien zeigen jedoch, dass die tatsächlich aufgebrachte Zeit der Studenten erheblich davon abweicht, im Schnitt sind es teilweise nur 24h pro Woche oder weniger.. Dieses möchte ich im Rahmen eines Projektes überprüfen, weil ich es mir nicht vorstellen kann. Und am besten wiederlegen für meinen Studiengang.. :)
Somit möchte ich eine Erfassung der tatsächlichen Stunden machen, teilnehmde Studenten sind ca 50.
Sie sollen jeden Tag genau protokollieren wieviel Zeit für das Studium investiert wird, im 15Minuten Raster über den Tag. Die Erfassung geht über ca 16KW und die Abgabe der Daten erfolgt 2x Wöchentlich per Email. Abgabe der Daten 2x Wöchentlich damit keine Schätzungen auftreteten sondern wirklich die tatsächliche Zeit erfasst wird.
Zum Programm: Erstellt werden soll ein Hauptformular, auf dem der Name des Studenten und sein Studiengang steht, ein Kalender auf dem er nur den heutigen und gestrigen Tag zur Stundeneingabe auswählen kann und ein Button wo der Student in einem Diagramm angezeigt bekommt wieviel Stunden er die Woche hätte "lernen" müssen und wie viel Zeit er tatsächlich aufgebracht hat. In der Hoffnung, dass es ein wenig motiviert zu lernen.. :)
Nachdem der Tag im Kalender ausgewählt wurde soll man auf ein weiteres Formular gelangen, welches in Tabellenform aufgebaut ist. Ganz linke Spalte die Uhrzeit, jede Zeile 15 Minuten. Dann verschiedene Spalten zur Auswahl über ein einfaches 'x' wie z.B. Anfahrt, Präsenzstudium, Selbststudium zur Hause, Selbststudium an der FH (in einem Freiblock), Selbststudium in Bus/Bahn...
Die Daten werden dann wie gesagt 2mal wöchentlich per Mail abgegeben, sollen dann automatisch eingelesen werden und später grafisch ausgewertet. Pro Student, pro Studiengang, durchschnitts und spitzen Werte, etc. immer im Konsens zu den Vorgabe Stunden. Bzw. werden die Freiblöcke an der FH zum lernen genutzt? Oder wie lange ist die Anfahrtszeit im Schnitt zur FH...
Des weiteren müssen natürlich auch Studenten die dieses Projekt nicht bis zum Ende mitmachen von mir gelöscht werden können, damit Sie nicht in der Statistik auftauchen...
Ich kann den Aufwand des ganzen nicht richtig einschätzen, momentan kommt es mir nur unfassbar viel vor, da ich mich erst in Acces einarbeiten muss. Meint Ihr das ist machbar?
Zeit das Programm zu erstellen habe ich von jetzt an ca 10 Tage in denen ich mich auch komplett dem ganzen widmen kann.
Anregungen, Hilfe wird alles gerne entgegengenommen, fremdvergeben möchte ich es eigentlich nicht, da ich Access sehr spannend finde und mich gerne selber darin einarbeiten möchte und Geld ist sowieso nicht dafür vorhanden. :)
Hallo,
"Zeit das Programm zu erstellen habe ich von jetzt an ca 10 Tage "
na denn, such Dir Tage mit 48 Stunden dafür aus ;) ....
Prinzipiell ist das alles machbar, bis vielleicht auf "per Mail abgegeben, sollen dann automatisch eingelesen werden"... A2010 bietet allerdings eine eingebaute Funktionalität dafür (Daten sammeln)
A&O der gesamten Geschichte ist zunächst, ein passendes Grundgerüst an Tabellen zu erstellen, die nach den Normalisierungsregeln aufgebaut und miteinander in Beziehung gesetzt sind.
Die Datenanalyse sollte natürlich in Bezug auf die Anforderung der späteren "Auswertefragen" stehen. Nur das oder darüber kann ausgewertet werden, was an Daten letztendlich erfaßt wurde.
Formulare sind Nebensache, d. h. sekundär, weil sie nur die in den Tabellen erfaßten Daten visualisieren und darüber Berechnungen anstellen (sollen). In/mit Formularen erfolgt die Bedienung der DB und der Vorgang der Erfassung/Auswertung an sich, wobei Auswerte-Ergebnisse (meistens) mittels Berichten visualisiert (angezeigt/ausgedruckt) werden (sollten).
"müssen natürlich auch Studenten die dieses Projekt nicht bis zum Ende mitmachen von mir gelöscht werden können, damit Sie nicht in der Statistik auftauchen..."
Niemand wird gelöscht, schon gar nicht ein Student ;-) In solchen Fällen führt man ein allgemeines Statusfeld mit, oder auch ein dediziertes Statusfeld (--> "ungültigAb" als Datum/Uhrzeit-Feld), das man später bei der Auswertung filtern kann.
"Dann verschiedene Spalten zur Auswahl über ein einfaches 'x' wie z.B. Anfahrt, Präsenzstudium, Selbststudium zur Hause, Selbststudium an der FH (in einem Freiblock), Selbststudium in Bus/Bahn..."
Das lass gleich bleiben, das verstößt gegen die oben geforderte Normalisierung der Daten (Tabellen). Für solche Auswahlvorgänge wird je eine "Stammdatentabellen" (Nachschlagetabelle) benutzt, die alle Möglichkeiten für dieses Attribut ("Studierart") einzeln pro Datensatz enthält und speichert.
Also gleich ran an den Speck, und sorge für permanenten Nachschub an Kaffee oder sonstigen Munterhaltern....
Vielen Dank für die schnelle Antwort Franz.
Ich habe gerade mal danach gesucht wie man die Daten sammelt, benutze nämlich die 2010 Version. :) Mir scheint jedoch, dass ich dann keine Auswertung für jeden einzelnen Studenten habe, sondern lediglich die kommulierten Ergebnisse bekomme. Das ganze wird wohl den Rahmen sprengen, so macht es mir gerade den Anschein.
Da ich aus meiner Sicht dann leider nicht drum herum komme so oder so alles von Hand einzupflegen. Werde ich wohl oder übel auf Plan B zurückgreifen und es mit Excel realisieren, da weiß ich mehr oder weniger wenigstens was ich mache.. ;D
Wenn die Excel Tabelle fertig ist, was vermutlich heute noch der Fall sein sollte, widme ich mich vielleicht nochmal der Access Geschichte... Zumindest das Buch arbeite ich mal durch..