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Access und MAC: Ein Erfahrungsbericht

Begonnen von accessundich, Mai 25, 2010, 20:40:00

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accessundich

Für einige interessierte User hier ein ganz spezielles Thema, welches ich nun aktiv seit 3 ½ Monaten betreibe: Access auf einem iMac-Rechner, in diesem Falle ein 27 Zoll iMac mit 16 GB und einem 2,66 GHz Quadcore-Prozessor von Intel.
Eigentlich zwei iMacs, die dann mit dem MiniDisplayPortKabel verbunden, einen riesigen 5120x2880 großen Monitor bilden, auf dem in der einen Hälfte Parallels mit Access und auf dem anderen alle MAC-Programme, beispielsweise zur Dokumentationen laufen.

Ein paar Tipps, einige Erfahrungen und ein kleines Fazit mögen vielleicht den einen oder anderen interessieren.

Die Virtualisierung findet bei mir mit Parallels statt, so dass Windows 7 Prof. und Access 2007 problemlos installiert werden konnten.

Da ich eine umfangreiche Sammlung an gekauften und Freeware AddOns besitze, war es natürlich spannend zu sehen, ob diese nun auch in dieser besonderen Umgebung laufen: Bis dato problemlos.

ALT-F11 zum Wechsel funktioniert naturgemäß nicht. Bei einem MAC mit Parallels lautet diese ab sofort: alt fn F11. Quasi eine Taste mehr zu drücken.

Bei einem Teil meiner Datenbanken exportiere ich Ergebnismengen in Textdateien und spiele diese via einer speziellen VBA-FTP-Routine automatisiert auf einen Server.
Funktionierte erst einmal nicht, da hier "passives FTP" verwendet werden muss.
Die Lösung lag in einer Konfiguration der Virtuellen Maschine von Parallels:
Virtuelle Maschine --> konfigurieren --> Hardware --> Netzwerkadapter1 --> Typ Airport

Als spezieller Tipp von mir: Kein NTFS-Laufwerk einrichten. Es ist vollkommen unerheblich welchen Plattenplatz man der virtuellen Maschine zugewiesen hat, alle meine Datenbanken liegen auf der MAC-Partition in einem eingerichteten "AccessAnwendungen"-Ordner. So können dann Dokumentationen, Handbücher usw. durchaus in dieser gemischten Umgebung parallel bei der geöffneten Datenbank erstellt werden und hier spielt dann naturgemäß die MAC-Umgebung ihre unvergleichlichen Vorteile aus. Nahezu kein Zeitverlust, auch bei umfangreichen Datensatzmanipulationen und dem Mac ist es letztlich vollkommen egal, wie viele Programme man gleichzeitig geöffnet hat.
Die Weitergabe erfolgt dann wie gewohnt über Email, USB-Stick oder externe Platten, nebst CD-ROMs und DVDs, die man dann eben für sein Gegenüber in NTFS formatieren kann.
Im Übrigen gibt es natürlich auch "NTFS for MAC OS/X", so dass direktes Schreiben und Lesen auf und von einer NTFS-Partition mit dem MAC möglich ist.

Es wurden mit dieser Umgebung bereits 2 Projekte erfolgreich realisiert, die mich letztlich in der Entscheidung hin zum MAC bestätigt haben. Der zeitliche Unterschied in der Ausführung ist in der Tat zu vernachlässigen und die besondere Form der Dokumentation mit der entsprechenden MAC spezifischen Software, nebst den doch erheblich schneller ablaufenden Grafikmöglichkeiten sind ein Grund mehr für diese Kombination.

Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: OmniGraffle in allen Ehren. Für ERM-Modelle ist in meinen Augen kein Vorbeikommen an Microsofts VISIO.

Kommendes Wochenende wird in dieser Umgebung ein SQL-Server aufgesetzt und etwas später steht die Verbindung via ODBC-Treiber mit Filemaker an, so dass ein Datenaustausch zwischen beiden Programmier- und Betriebssystemwelten möglich sein sollte. Spannend.

Windows 2010, speziell Access 2010 werde ich dann nach dem Erwerb austesten, was natürlich in einer solchen virtualisierten Umgebung kein Problem ist. Bestehende Virtualisierung Duplizieren, starten und dann alles Vermurksen, was man auch nur Vermurksen kann  :D

Ergo: MAC und Access = kein Problem.

Viele Grüße
Andi
---
Ich stelle keine komischen Fragen: Ich bin komisch.

Hondo

Hi Andi,
danke für deinen Beitrag.

Gruß Andreas

accessundich

So, die nächste kleine Problematik und deren Lösung, bis die Mannen von Parallels eine Lösung haben:

Parallels aktualisiert Eingaben unter VBA in Textfelder nicht!

Also: Textfeld txtTelefonnummer erstellt und einfach mal eine Telefonnummer dort eingegeben. IsNull-Fehlermeldung, weil Parallels offensichtlich nicht aktualisiert. Erst wenn ich Enter im Textfeld drücke, dann wird der Text auch korrekt in das System übernommen. Textfeld löschen und trotzdem bleibt der Wert im Textfeld erhalten, obwohl er optisch gelöscht wurde. Erst mit einem Enter ist er dann auch aus dem internen Windowsspeicher für das Textfeld gelöscht.
Wow, da muss man erst einmal drauf kommen und dies erschwert natürlich deutlich die Programmierung von Eingaben.

Abhilfe: In die Ereigniseigenschaft "Bei Verlassen" des Textfeldes entweder den Focus auf ein nachfolgendes Textfeld legen oder bei letztem/einzigen Textfeld den Focus auf ein Dummytextfeld 1Pixelx1Pixel groß legen. Ebenfalls so in die Ereigniseigenschaft "Bei Click" des Eingabebuttons.

So funktioniert dann auch die Geschichte unter Parallels und stört nicht, wenn die Anwendung dann auf reinen Windowsmaschinen oder unter Bootcamp ausgeführt wird.

SQL-Server, wie erwähnt läuft problemlos und jetzt geht es an die Filemakerintegration.

Werde weiter berichten, so dass vielleicht andere MAC-Anwender und Access-Nutzer Hilfe, Tipps und Anregungen finden und sich vielleicht beteiligen.

Viele Grüße
Andi
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Ich stelle keine komischen Fragen: Ich bin komisch.